Sehschule

Vor lauter veränderten Sehgewohnheiten ist uns das Sehen und Hören vergangen

Bei einem Säugling kann man bis zum sechsten Lebensmonat ein zeitweiliges Schielen hinnehmen. Was darüber hinausgeht, sollte vom Augenarzt und der Orthoptistin untersucht werden. Es gibt ein ganzes Bündel von möglichen Ursachen für ein Schielen – angefangen von der familiären Veranlagung über Risikofaktoren während Schwangerschaft und Geburt bis hin zu Infektionen und Kinderkrankheiten.

Schielen (medizinisch Strabismus) ist kein Schönheitsfehler, sondern eine Erkrankung mit gravierenden Folgen. Wer schielt, hat oft Schwierigkeiten mit dem räumlichen Sehen, die Berufswahl kann eingeschränkt werden; auffällig schielende Kinder werden oft gehänselt und sind beim Ballspielen und beim Lesen im Nachteil.

Alarmzeichen sind:

  • auffällige Schielstellung der Augen oder eines Auges
  • Augenzittern
  • Schiefhalten des Kopfes
  • Vorbeigreifen
  • Ungeschicklichkeiten (Stolpern, Anstoßen)
  • häufiges Blinzeln, Zwinkern, Zukneifen der Augen
  • Lesen „mit der Nase“
Kleines Mädchen, dass sich ein Auge zu hält

Wenn der Verdacht besteht, dass ein Kind schielt, prüfen Augenarzt und Orthoptistin, ob, und wenn ja, was für ein Defekt vorliegt und welche Behandlung angezeigt ist. Dann beginnt die eigentliche Arbeit: Das „schlechte“ Auge muss lernen richtig zu sehen. Dazu muss in der Regel in festgelegtem Rhythmus das gesunde Auge abgedeckt werden, damit das schielende Auge sein Sehen aufnimmt und trainiert. Dieses Training kann sich lange hinziehen. Bis zum Alter von 13 bis 15 Jahren sind immer wieder Kontrollen notwendig. Meist ist mit dem Schielen auch eine Fehlsichtigkeit verknüpft, so dass eine Brille zur Besserung eines Schielens beitragen kann.

Auffälliges Schielen kann operativ beseitigt werden. Das macht man meist im vierten bis sechsten Lebensjahr. Der Eingriff ist unproblematisch.

Seit die Computer-Bildschirme unsere Welt erobert haben, steigt auch die Zahl von Jugendlichen und Erwachsenen mit Sehstörungen. Anzeichen für Sehstörungen können Kopfschmerzen, Lesestörungen, schnelles Ermüden der Augen sein. Auch hier kann ein Schielen in verdeckter Form vorliegen, das behandelt werden muss.

Eine weitere Aufgabe unserer Sehschule ist die Unterstützung von sehbehinderten Menschen durch die Versorgung mit geeigneten Sehhilfen. Das Ziel ist es dabei, noch vorhandene Sehleistungen besser zu nutzen und Ausfälle möglichst gut zu kompensieren.

Bei Fragen steht Ihnen die Leiterin unserer Sehschule, unsere Orthoptistin Frau Maiterth, gerne jederzeit zur Verfügung.

Information und Anmeldung in der Sehschule/ Orthoptik
Telefon: 0821 – 31 99 481

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